Wartburg

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Wartburg aus Suedwest ~1900
Wartburg von Brücke aus

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Allgemein

Die Wartburg wurde 1067 von Graf Ludwig dem Springer gegründet. 1211-1228 lebte dort die ungarische Prinzessin Elisabeth, die 1221 mit dem Landgrafen Ludwig IV vermählt wurde. Vier Jahre nach ihrem Tod, 1231, wurde sie von Papst Gregor IX heilig gesprochen. 1317 brannte die Wartburg, worauf der Neubau des Südturms und der Kapelle folgte. Folgende Berühmtheiten verweilten dort:Marthin Luther,Johann Wolfgang Goethe. 1838-1890 wurde die Wartbur erneuert.

[Bearbeiten] Gebäude

Burghof der Wartburg (heute) Die Wartburg erhebt sich auf einer schmalen, schroffen Felsenstirn 220 m oberhalb der Stadt Eisenach. Die Wartburg bestand ursprünglich aus vier Abschnitten und ist deshalb eine typische Abschnittsburg. Von den vier Abschnitten sind heute nur noch die Vor- und die Hauptburg erhalten. In ihrer Blütezeit war die Burg, die in ihrer Geschichte mehrmals belagert, aber nie erobert wurde, wie folgt aufgeteilt: Der erste Burgabschnitt befand sich dort, wo heute die „Schanze“ den Eingang zur Burg markiert. Hier befanden sich Wehrbauten, die diesem Abschnitt den heutigen Namen gaben. In den 1990er Jahren wurden Fundamente eines Turmes („Fischerturm“) wieder freigelegt und sind heute als viereckiges Loch sichtbar. Bis in Goethes Zeiten waren die Gebäude dieses Abschnittes als überdachte Wehrgänge sichtbar. An Stelle dieser Wehrgänge ist heute der Platz vor der Zugbrücke. Die Vorburg wird über die Zugbrücke durch ein Torgebäude betreten, welches ursprünglich ein Torturm aus der Zeit der Umwandlung zur Residenz war und später in seiner Höhe verringert und umgebaut wurde. Rechts neben dem Torhaus sind aus dem späten Mittelalter stammende Gebäude („Ritterhaus“, „Vogtei“) stammen aus dem späten befestigt. Jedoch wurden Hinweise auf das Vorhandensein älterer Bausubstanz gefunden. Da die Wasserversorgung damals per Lasttier und Zisterne (im Haupthof) erfolgte stammte der Brunnen im ersten Hof der Wartburg nicht aus dem Mittelalter. Im 15. Jahrhundert wurde die Ringmauer, die zum Teil noch aus dem 12. Jahrhundert stammt, mit dem vorkragenden Fachwerkaufbau versehen und überdacht. Der östliche Teil heißt „Elisabethgang“ und der westliche Teil „Margaretengang“ und. Die Vorburg wurde wahrscheinlich durch einen Halsgraben zur Hauptburg hin abgeschlossen. Die Hauptburg wird durch die Gebäudeflucht „Neue Kemenate“, „Dirnitz“ und „Torhalle“, welche alles Gebäude aus der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts sind, begrenzt. Die mittelalterlichen Gebäude an dieser Stelle waren bereits zu Goethes Zeiten verfallen und abgetragen, so dass der mittelalterliche Zustand nur noch vermutet werden kann. Beherrscht wird die Hauptburg vom spätromanischen Palas, dem „Landgrafenhaus“, neben dem „Südturm“ dem einzigen mittelalterlichen Gebäude der Hauptburg, und in der Nähe des ursprünglichen Bergfrieds. Der heutige Bergfried enthält einen Wasserspeicher zur Versorgung der Stadt Eisenach . Von den restlichen mittelalterlichen Gebäuden ist nichts erhalten geblieben. Der heute als Restaurant genutzte „Gadem“ steht auf alten Grundmauern, ist jedoch späteren Datums. Der südlichste Abschnitt der heutigen Hauptburg kann aufgrund der topographischen Gegebenheiten im Mittelalter durch eine Mauer in Höhe der Flucht Palas-Gadem vom Haupthof abgetrennt worden sein. Am südlichsten Ende dieses Abschnitts befindet sich der letzte original erhaltene Turm aus der Entstehungsgeschichte der Burg. Der „Südturm“, welcher den südlichen Hang in Richtung „Eisenacher Burg“ abdeckt. Die größten und für den Baukörper nicht immer vorteilhaften Veränderungen erfuhr die Wartburg im 19. Jahrhundert, als die Restaurierung der Burg auf Goethes Initiative hin im damaligen Gedankengut des Historismus und des wieder erstarkten Nationalismus des deutschen Kaiserreiches erfolgte.

[Bearbeiten] Tourismus

Die Wartburg ist touristisch erschlossen. Es gibt nicht nur die Besichtigung der Wartburg (mit Turmbesteigung) sondern auch eine gastronomische Betreuung. Die Kinder, welche die Burg besichtigen, können auf den Eseln der Eselstation auf dem Eselpfad zur Wartburg reiten. Das ist natürlich eine schöne und beliebte Attraktion für tierliebe Kinder. Leider muss man bei schönem Wetter an Sonn- und Feiertagen mit Wartezeiten rechnen. Aber da diese sehr kurz sind ist das nicht weiter schlimm. Man kann sogar auf der Wartburg im „Jägerzimmer“ heiraten, denn das angegliederte Hotel beherbergt auch eine Außenstelle des Standesamtes Eisenach. Außerdem bietet das Hotel auf der Wartburg gehobenen 5-Sterne-Standard und eine gute Küche. Alles in allem ist die Wartburg eine schöne Touristenattraktion.

[Bearbeiten] Sonstiges

  • Für sein im Allgäu gelegenes Schloss Neuschwanstein nahm Ludwig II. von Bayern die Wartburg als Vorbild. Das Schloss und die Burg ähneln sich sehr. Nicht nur aus einigen Blickwinkeln in der Silhouette, auch der Festsaal wurde für dem der Wartburg nachgeahmt.
  • Das Kreuz auf dem Burgturm ließ man während der Zeit des Nationalsozialismus durch ein Hakenkreuz ersetzen. Nach dem Ende des 2.Weltkrieges und dem Zusammenbruch des Dritten Reiches wurde es wieder abgenommen.
  • Die Wartburg ist vielfach literarischer Schauplatz geworden, am bekanntesten durch Richard Wagners Tannhäuser. Auch erschien vor dem Ersten Weltkrieg in Eisenach die Literaturzeitschrift „Wartburgstimmen“ unter der Redaktion des Romanciers Ernst Clausen.
  • Im Jahre 2001 erschien das sogenannte Blaubuch und die Wartburg wurde darin aufgenommen. Das Blaubuch ist eine Liste national bedeutsamer Kultureinrichtungen in Ostdeutschland. Dieses Buch umfasst zur Zeit 20 sogenannte kulturelle Leuchttürme.
  • Der Landkreis Wartburgkreis ist nach der Wartburg benannt. Die Wartburg liegt jedoch nicht im Wartburgkreis. Das liegt daran, dass bei der Bildung des Kreises 1994 auch die Stadt Eisenach, in deren Gebiet die Burg liegt, zu diesem Kreis gehörte. 1998 wurde Eisenach kreisfreie Stadt und schied damit aus dem Landkreis aus. Da die Wartburg in Eisenach liegt gehörte diese ab da auch nicht mehr zu „ihrem“ Landkreis.
  • Am Fuß der Wartburg befindet sich die Felshöhle Das verfluchte Jungfernloch.

[Bearbeiten] Rundgang

Rittersaal: Der Rittersaal ist typisch für das 12. Jahrhundert. In der Mitte des Raums steht eine große,mit Ornamenten geschmückte Säule, die in das Kreuzgewölbe übergeht.Die Steinwände sind mit ornamierten Konsolsteinen verziert.

Speisesaal: Es ist nicht sicher, ob dies wirklich einmal der Speisesaal der Burg gewesen ist, aber sollte er es gewesen sein, war er es erst im 19. Jahrhudert.

Die Elisabethkemenate: In diesem Raum hat die Prinzessin Elisabeth gelebt. Die Wände wurden im 20. Jahrhundert mit farbprächtigen Mosaiken geschmückt, welche das Leben der Elisabeth szenisch darstellen.

Die Erdgeschossarkade: Die Erdgeschossarkade ist ein Gang, durch den man ins erste Stockwerk gelangt. Die Arkaden sind mit prächtigen Säulen geschmückt, wodurch der ästhetische Anspruch des Bauherrn erfüllt wird.

Das Landgrafenzimmer: Dieser prachvolle Raum ist genau wie der Rittersahl in der Mitte mit einer Säule geschmückt. An den Wänden hängen lebendige Illustrationen zu den schönsten Sagen der Thüringer Herrscher. Die Löwen, die die Mittelsäule schmücken und das prächtige Adlerkapitell sprechen dafür, dass dieser Raum den Regierungsgeschäften vorbehalten war - denn diese Tiere waren Sinnbild für Stärke und Macht.

Die Sängerlaube: Die bühnenartige Sängerlaube entsprang der romantischen Phantasie des 19. Jahrhunderts. Der Darmstädter Maler Rudolf Hofmann dekorierte sie ganz im Sinne weltlicher und himmlischer Minne als lichtdurchflutete »Rosenlaube« und ließ mit Auszügen aus ihrer Dichtkunst die streitbaren Sänger zu Wort kommen.

Der Sängersaal: Der prunkvolle Sängersaal liegt neben der Sängerlaube und wurde im 13. Jahrhundert von Sängern un Dichtern belebt. Die Fenster sind mit rot-goldenen Säulen geschmückt und neben einer weiteren Mittelsäule hängt ein prächtiger Kronleuchter.

Die Kapelle: Da die ursprüngliche Kapelle einem Brand zum Opfer fiel, baute man einen Sakralraum direkt in die Burg. Diesen Raum verzieren unteranderem die Reste einer Wandmalerei um 1300 un weitere Steinsäulen. Im Sommerhalbjahr finden hier Orgelkonzerte und Gottesdienste statt.

Die Elisabethgalerie: In dieser Galerie stellte Moritz von Schwind den Lebensweg der heiligen Elisabeth dar. Die sechs Bilder zeigen: -die Ankunft der vierjährigen Prinzessin auf der Wartburg -die Legende vom "Rosenwunder" -den Abschied der Landgräfin von ihrem Ehemann, der zum Kreuzzug aufbricht -ihren Weggang von der Wartburg nach seinem Tod -ihr Sterbelager im Marburger Hospital und -die Erhebung ihrer Gebeine aus Anlass der Heiligsprechung 1235

Der Festsaal: Der Festsaal nimmt das gesamte 2. Obergeschoss ein, abgesehen von der Treppe die dort hinauf führt. Dort gibt es eine Bühne, auf der ein schwarzer Flügel steht, und davor viele Stühle. Die Wände sind mit goldenen Ornamenten geschmückt und an der Decke hängt ein großer Kronleuchter. Die hervorragende Akustik des Raumes macht den Festsaal zu einem der beliebtesten Konzert- und Veranstaltungssäle Deutschlands.

[Bearbeiten] Geschichte

Die Wartburg ist eine der bekanntesten Burgen des Adelsgeschlechts. Der Vater Ludwig des Springers gründete im Umfeld von Eisenach eine kleine Rodungsherrschaft und ließ eine heutzutage verfallene Burg Namens Schauenburg errichten.

Ludwig der Springer übersiedelte dennoch in die Wartburg. Man vermutet, dass es vor dem bau der Wartburg, dort eine Befestigung gegeben haben sollte, aufgrund der guten Lage. dennoch konnte man keine Überreste einer alten Befestigung finden oder vorweisen.

Am Anfang war die Wartburg nicht sonderlich berühmt. Doch aufgrund eines Überfalls von einer Burgmannschaft wurde sie deshalb urkundlich erwähnt. Der neue Besitzer Namens Kaiser Heinrich V konnte dennoch nicht allzu lange auf der Wartburg weilen, weil er aufgrund eines Aufstandes gegen ihn. Doch er musste um wieder die Freiheit zu genießen die Burg an den Kaiser übergeben. Der neue Herrscher über die Wartburg war der Ludowinger. Ludowinger war ein Parteigänger des Erzbischofs. So gewann er schnell an Macht und großem Ruhm. Der Landgraf Ludwig der II war damals einer der wichtigsten Bauherren des Ludowinger. Der Einfluss auf den bau des Palas war damals für ihn und andere sehr bedeutsam gewesen. Der Palas ist ein kulturhistorisches, wertvoller, gesonderter, sperat stehender Repräsentationsbau mit Wohnfunktion.

Der letzte Ludowinger, Heinrich Raspe IV., regierte in der Zeit von 1227 bis 1247. Heinrich Raspe nutzte die Burg als alleinige Residenz und griff damit sozusagen der historischen Entwicklung vor.

Nach dem Tod von Heinrich Paspes 1247 fiel der Besitz in die Hände der Wettiner. Albrecht der Entartete erhielt von seinem das neu erworbene Land. So war nun Albrecht der Entartete der neue Besitzer der Wartburg. Durch einen Brand infolge Blitzschlags 1318 wurde die Burg stark beschädigt. Markgraf Friedrich der Freidige ließ 1319 Reparaturarbeiten am Palas und am Bergfried durchführen und ein großes beheizbares Gebäude in der Kernburg errichten. Nach dem Tod des Landgrafen Balthasar von Thüringen 1406 war die Burg im 15. Jahrhundert nur noch Nebenresidenz.

1211 bis 1227 lebte die heilig gesprochene Elisabeth von Thüringen auf der Burg.

1521/22 wohnte der Reformator Martin Luther als „Junker Jörg“ hier versteckt und übersetzte in dieser Zeit das Neue Testament der Bibel ins Deutsche. Johann Wolfgang von Goethe weilte mehrfach hier.

Ihren Namen soll sie wohl von Ludwig dem Springer bekommen habe. Dieser, entzückt von der tollen Lage, sagte:"Wartbeg du sollst mir eine Burg tragen".

Artikel im Klassenprojekt Hoba 2007/2008 Thüringen

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